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Nordirland/Irland: «Freie Volksrepublik South Armagh»

Banditen, Schmuggler und eine Grenze

20. Februar 2019 | Kommt ein «harter» Brexit? Und damit eine befestigte Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Staat Irland? Das ist nicht ganz ausgeschlossen. Aber was heißt schon befestigte Grenze?

Die rund 440 Kilometer lange innerirische Grenze gehörte in den siebziger bis neunziger Jahren zu den am besten gesicherten Demarkationslinien Europas. Damals kämpfte die Irisch Republikanische Armee (IRA) gegen die britischen Besatzungstruppen im Nordosten Irlands; gleichzeitig versuchte die Armee jeden unerlaubten Übertritt zu verhindern. Sollte Britannien aus der EU ohne ein Abkommen («harter» Brexit) ausscheiden, müssten die Grenzkontrollen wieder hochgefahren werden, die im Zuge des Friedensabkommen von 1998 eingestellt worden waren. Doch wie soll das gehen?

Ende der achtziger Jahre hatte ich die Grenzregion von South Armagh besucht. Die Reportage erschien 1989 im Buch «Sie nennen es Trouble». Der folgende Text ist ohne jeden aktuellen Bezug, bietet aber dennoch einen Blick auf das, was wieder kommen könnte.


Jim McAllister? Der hat sein Büro auf der anderen Seite des Platzes, sagt die Zeitungsfrau. Dort, das kleine Häuschen, wo der Verputz bröckelt. Der Platz ist riesig, fast größer als das Dorf, Sitzbänke stehen im Karee und in der Mitte bäumt sich eine bronzene Figur Richtung Himmel, halb aufwerfend, halb anklagend, und auf dem Sockel steht in gälisch und englisch: «Ruhm allen gepriesenen und bescheidenen Helden, die Ihr willig gelitten habt für Eure selbstlose und leidenschaftliche Liebe zur IRISCHEN FREIHEIT». Vier Soldaten huschen vorbei, die Gewehrläufe in alle Himmelsrichtungen streckend. Vor der Kaserne, deren Eingang nur wenige Meter vom 1978 errichteten irischen Heldenmal entfernt ist, beginnen sie zu rennen; blitzschnell sind sie durch das Tor verschwunden. Eine Minute später knattert ein Transporthubschrauber der britischen Armee im Tiefflug über den Platz, landet in der Garnison, und hebt nach fünf Minuten wieder ab.

McAllister wollte mich in seinem Büro empfangen, doch der kleine Raum mit den vergitterten Schaufenstern und den verblichenen Hungerstreik-Posten ist abgesperrt. «Who're ye looking for?» fragt die ältere Nachbarin, die gerade das «Kerrymen»-Pub verläßt. «For Jimmy?» Der sei oft bei seiner Mutter, vier Häuser weiter, dort, wo der braune Toyota vor der Tür stehe. «Geh da rein, da ist er bestimmt.»

Keine Klingel an der Türe, aber das macht nichts, sie steht offen, Jim McAllister kommt entgegen, «Kopf einziehen», sagt er und geleitet mich durchs Wohnzimmer, wo die Großmutter häkelt, in die Küche. Der Tee steht schon auf dem Tisch, an dem McAllisters Neffe John sitzt, der gerade aus den Staaten gekommen ist. Er bastelt an seiner Kamera, die ihm jetzt, ausgerechnet jetzt, den Dienst verweigert. Wo es doch hier soviel zu fotografieren gibt. Jims Mutter steht am Kohleherd, schenkt den Tee ein und stellt mir Minuten später ungefragt eine Frühstücksplatte auf den Tisch: gebratene Blutwurst, gegrillter Speck, Leberwurst, britisch-irische Sägemehlwürstchen, Marmelade, Toasts, gebuttertes Weissbrot. Bäuerliche Gastfreundschaft par exellence.

«Wir ignorieren sie nicht mal»

Crossmaglen, erzählt Jim, ist eine Stadt mit rund zweitausend Einwohnern und einer britischen Kaserne mit dreihundert Mann, und je nachdem, in welche Richtung man blicke, sei die Republik Irland zwei, vier oder sechs Meilen entfernt. Ich habe noch das Soldatenquartett vor Augen. Wo gehen die wohl einkaufen, in welcher Kneipe trinken die ihr Bier? McAllister versteht nicht, und blickt dann ganz entgeistert den naiven Reporter an. «Die können hier nichts einkaufen, die kriegen nicht mal eine Schachtel Streichhölzer.» Kein Mensch rede mit den Besatzungstruppen, alle meideten den Kontakt, ja: «We don't bother to ignore them» – «Wir machen uns nicht mal die Mühe, sie zu ignorieren».

Jede Streichholz-Schachtel müssen die Briten einfliegen, seit 1974 ihre Armee eine Ausgangssperre über den Ort verhängte, die von der Bevölkerung jedoch unterlaufen wurde. Damals rächte sich das Militär für die Unbotmäßigkeit der Dorfbewohner: Soldaten Ihrer Majestät drohten mit Exekutionen, hielten Gewehrläufe an unbescholtene Schädel, schlugen mit Gewehrkolben zu, schleppten Bewohnerinnen in die Kaserne und ließen sie dort barfuß über Glassplitter gehen, durchschnitten Bremsschläuche an den Wagen widerspenstiger Katholiken, zerstörten Wohnungseinrichtungen, verteilten Prügel.

John steigt hinten ein; seine Kamera haben wir wieder hingekriegt und er freut sich auf die vielen Schnappschüsse, die er dann seinen irisch-amerikanischen Freunden daheim in New York zeigen wird, die – wie er meint – ungeduldig auf die neuesten Nachrichten vom europäischen Kriegsschauplatz warten. Ich bekomme den linken Frontsitz und Bezirksrat Jim McAllister steuert den Wagen Richtung Nordwesten aus der Stadt hinaus. Nach vier Kilometern hält er an und erklärt uns erst mal die Geographie. «Man muß sich South Armagh als ein Rechteck vorstellen, das in Ost-West-Richtung zwanzig und in Nord-Süd-Richtung 15 Meilen lang ist. In der Nordostecke liegt die riesige Basis bei Bessbrook, Europas geschäftigster Heli-Port; im Südosten haben wir die britische Kaserne von Forkhill, im Südwesten Crossmaglen und im Nordwesten die Kaserne von Newtownhamilton und, ein paar Meilen westlich, die von Keady.» Inmitten der Kaserne von Crossmaglen ragt ein 25 Meter hoher Stahlpfeiler, an dessen Spitze drei bewegliche Videokameras angebracht sind. «Die können uns von dort aus beobachten», sagt McAllister, «die verfügen über die neuesten optischen Geräte mit Zoom-Einrichtung und können bis aus drei Meilen Entfernung alles hautnah heranholen.»

Aus «Sicherheitsgründen» beschlagnahmt

Auf den Hügeln im Westen, Süden und Osten sitzen kleine Wachhütten auf zehn Meter hohen Gerüsten; die Leitern zum Ausguck sind mit dunklen Tüchern verhangen, damit niemand die Bewegungen auf den Leitern beobachten und niemand mitzählen kann, wieviel britische Soldaten gerade oben auf Wache sind und wieviele im Erdloch unter dem Wachturm die Freizeit totschlagen. «Von allen Seiten aus beobachten die uns jetzt», sagt McAllister, «und denken wahrscheinlich angestrengt darüber nach, was wir hier treiben.» Nur wenige hundert Meter von unserem Standort entfernt, im Norden, hat die Armee vor drei Wochen einen weiteren Hügel beschlagnahmen lassen und mit dem Fällen der Bäume begonnen. Die Bauern in der Umgebung haben dagegen protestiert, aber vergebens: Paragraph 19 des nordirischen Ausnahmegesetzes erlaubt den Briten, Eigentum aus «Sicherheitsgründen» zu konfiszieren, zu besetzen, zu zerstören. Die Aushubarbeiten und Planierungen am Kilty Barn («weißer Wald») gehen ungeachtet aller Demonstrationen und Kundgebungen voran; «übergeordnete Interessen» schaffen den 20. Beobachtungsturm in der kleinen überschaubaren Region. «Früher war hier alles Wald. Die Engländer haben ihn abgeholzt, um ihre Kriegsschiffe zu bauen. Heute rauben sie immer noch unser Land.»

Die Landschaft liegt da, als wären riesige, sturmgepeitschte Wogen des Atlantiks plötzlich versteinert worden. Der Stein ist jedenfalls vorhanden und an manchen Stellen hat er nach dem Abholzen sogar Gras angesetzt, das dort überleben konnte, wo es nicht von stehenden oder fließenden Gewässern ersäuft wurde. Im Nordwesten von Crossmaglen gibt es nur Teiche, Seen, Sümpfe oder Hügel, die Bodenkrume ist an den besten Stellen vielleicht zwanzig Zentimeter stark – kein Land für Ackerbau, nur Viehzucht. «Es ist schlechtes Land», sagt Jim McAllister, und die Höfe seien zu klein: Im Durchschnitt haben die Bauern zehn Hektar, eine Familie braucht jedoch das Vierfache an Land, um überleben zu können. Die Arbeitslosigkeit beträgt 55 Prozent.

Ein richtiger Europäer

McAllister quält sein altes Fahrzeug weiter über schmale Feldwege. «Im Winter gehen die Leute weg, wenn es auf dem Hof keine Arbeit gibt», McAllister zündet sich eine neue Zigarette an, «in die USA, nach London, auf den Kontinent.» Viele schaffen auf dem Bau, vom Arbeitslosengeld kann sowieso keiner leben, die Gehöfte werfen nicht genug ab. Also arbeiten sie auch im Sommer nebenher als Maurer, Fensterputzer, Heckenschneider oder eben als Schmuggler. Schmuggeln ist in dieser Grenzregion eine ebenso beliebte wie naheliegende Beschäftigung. Aber was schmuggeln die? «Das sagen sie nicht. Sie erzählen immer nur, was sie letztes Jahr geschmuggelt haben, aber verraten nicht, was derzeit verlangt wird. Spirituosen sind momentan recht teuer in der Republik, also werden sie wohl Whiskey rübertragen.»

Bei einer kleinen Farm würgt McAllister den Motor ab. «How's ye doing», fragt er den Bauer. «Oh, not too bad.» Die Schafe leben, die Kühe auch, das Land ist noch da, wo es hingehört, gestern habe erst ein Journalist nach Kilty Barn gefragt, und außerdem finde dann und dann das nächste Meeting statt. Hundert Meter weiter trennt ein vielleicht fünfzig Zentimeter langer gelber Strich auf der Straße Irland von Irland. Mir wäre er gar nicht aufgefallen, hätte ihn McAllister nicht angekündigt, um eine weitere Geschichte loszuwerden. Er deutet auf die Scheune vor uns, die in der Grafschaft Monaghan liegt und auf den Bauernhof in der Grafschaft Armagh hinter uns. «Diese steinigen Wiesen gehören dem da», womit er den Bauern meint, mit dem er gerade geplaudert hatte. Der treibe sein Vieh regelmäßig vom Gelände Ihrer Majestät auf die Weiden der irischen Republik und wieder zurück und könnte, wenn er nur wollte, eigentlich immer EG-Gelder lockermachen, da er jedesmal Fleisch exportiere. Aber der Papierkram sei ihm wohl zu mühsam. «Immerhin», sagt McAllister, während er den Wagen wendet, «er ist ein richtiger Europäer».

Drei Minuten später stoßen wir schon wieder an die Grenze. «Links auf dem Feld hat es im Mai einen britischen Soldaten erwischt», erzählt unser Fremdenführer und klingt kein bißchen traurig. «Er war mit einem auf Explosivstoffe trainierten Hund unterwegs. Der Hund hat die Mine gefunden, sein Herr konnte es ihm aber nicht mehr danken.» McAllister wurde schon in jungen Jahren republikanisches Gedankengut beigebracht, doch dann ging er weg, nach London, und kehrte erst 1972 wieder zurück, weil er Heimweh hatte. Er heiratete, hat jetzt drei Kinder, und kümmerte sich nicht groß um Politik – bis zum Hungerstreik 1981, der ihn wie viele andere politisierte. Damals trat er Sinn Féin bei. Jetzt vertritt er Crossmaglen im Bezirksrat von Newry.

Map Reading Errors

Nach einer kleinen Brücke steigen wir aus, die 26 Grafschaften sind wieder erreicht. In den frühen 70er Jahren hatte die britische Armee nicht nur dieses Brücklein über den Bach «County Water» gesprengt, sondern alle inoffiziellen Grenzübergänge zu blockieren versucht und Straßen aufgerissen, Mauern gezogen, Brücken abgebaut. Die Grenzziehung war allerdings von kurzer Dauer. An County Water haben die Bauern das Stahlgerippe einer Lkw-Ladefläche über den Bach gelegt und mit Beton ausgegossen; sie wollten ihr Vieh nicht zwanzig Kilometer weit über einen Zollposten treiben. Als die Briten damals die Grenzbrücken sprengten, behauptet Sinn Féin mit einiger Berechtigung, seien die Gardai, die irischen Polizisten zum Schutz vor Attacken aus dem Süden an die Grenze bestellt worden.

Auf der irischen Seite des Grenzbachs tummeln sich häufig Kommandos der britischen Armee, die allerdings nur selten erwischt würden, sagt unser Fahrer – «und wenn, dann reden sie sich damit heraus, dass sie die Landkarte falsch gelesen hätten: map reading error lautet die Standard-Entschuldigung. Wenn sie jemanden erschießen, haben sie sich nie geirrt, dann sind sie Experten ohne Fehl und Tadel. Wie in Gibraltar, wo sie die drei unbewaffneten Volunteers erschossen haben. Aber hier wollen sie nicht mal Karten lesen können. Und die Dubliner Regierung glaubt es jedes Mal.» Inzwischen braucht sich die britische Armee nicht mehr so oft herausreden; im Zuge des Hillsborough-Abkommens von 1985 erlaubt die irische Regierung den Briten immer wieder und immer häufiger Ausflüge über die rund 200 Meilen lange grüne Grenze.

South Armagh ist ein rauher Landstrich. Im 18. Jahrhundert meldeten Botschafter regelmäßig nach London, dass es überall im Norden Irlands ruhig sei, nur in Donegal, wo fleißig Whiskey gebrannt wurde, und in Upper and Lower Craggan (dem heutigen South Armagh) käme es ständig zu Gesetzesübertretungen. Im Craggan versammelten sich öfters Untertanen, um aufrührerische Pläne zu schmieden und die englischen Landlords anzugreifen. Überall im Nordosten Irlands hatten die protestantischen Siedler aus Schottland, England und Wales die einheimische Bevölkerung vom guten Grund und Boden vertrieben, auf die kargen Hügel gejagt, um für sich selber Platz in den fruchtbaren Tälern zu schaffen. Im ertragsarmen Berg- und Sumpfland um Crossmaglen blieben die alten Iren daher weitgehend unter sich und weitgehend rebellisch. Heute stimmt bei Kommunalwahlen etwa die Hälfte der Bevölkerung für Sinn Féin, die andere Hälfte für die gemäßigte katholische Social Democratic and Labour Party (SDLP). Die wenigen protestantischen Bauern auf zumeist größeren, rentablen Höfen hätten keinerlei Schwierigkeiten mit ihren Nachbarn und der IRA, sagt McAllister; sie würden mit katholischen Kleinbauern problemlos Mähmaschinen und andere Gerätschaften teilen und stünden im guten Ruf. Er betont dies mehrmals auf unserer Fahrt entlang der Grenze.

Culloville und Cullaville

Der Wagen durchfährt die vielen Kurven Richtung Süden, wo die Hauptverbindungsstraße zwischen Dublin und Derry verläuft, biegt bei Cullaville rechts ab, passiert ein Zollhaus, von dem nur noch der Betonboden zu sehen ist («abgebrannt»), und zum fünften Mal befinden wir uns in County Monaghan, Republik Irland. Der kleine Kolonialwarenladen direkt hinter der Grenzbrücke ist seit langem geschlossen. Vor zehn Jahren habe das Geschäft noch floriert, damals seien die Lebensmittel in der Republik billiger gewesen als im Norden und auch er habe früher hier eingekauft.

Doch Inflation und Steuererhöhungen hätten dem Laden den Garaus bereitet. Der Käuferstrom bewegt sich heute in umgekehrter Richtung von O nach A, also von Culloville nach Cullaville, den zwei Teilen derselben Ortschaft, die nur deswegen unterschiedliche Namen tragen, weil die Briten auch sprachlich eine Grenze ziehen wollten. Nebenan befindet sich ein kleines, herausgeputztes weißgetünchtes Haus mit grünen Fensterläden und orangefarbener Eingangstür, das von nordirischem Territorium gut einsehbar ist. Früher hatte die nordirische Polizei öfters und widerrechtlich die an einem Masten hochgezogene Trikolore abgehängt, worauf der Hausbesitzer seine Außenfassade in den Nationalfarben anstrich. «Während des Kriegs um die Malvinen», sagt McAllister (London nennt die südatlantischen Inseln Falklands), «hat der Besitzer dann die argentinische Flagge gehißt.»

Nordirische Irlandmeister

Noch einmal Grenzübertritt, wieder keine Zöllner, wieder keine Markierung. Sind wir nun schon drin oder sind's ein paar Meter weiter? Selbst McAllister ist sich diesmal nicht sicher, ob die Grenze quer oder längs der Straße verläuft. Seine Frau, sagt er, komme aus dem Süden, aus einer mittlerweile abgebrochenen Schule, gegen deren Fußballmannschaft er als Kicker seines Schulteams öfter antreten sei, weil sie so nahe lag und zur gleichen Kirchengemeinde gehörte. Er ist also mit einer Ausländerin verheiratet, die in Nordirland jedoch Wahlrecht genießt, weil sie damals bei ihrer Registrierung den grenzüberschreiteten Pfarrbezirk statt des Geburtsortes eintrug und die nordirischen Behörden zwischen dem einen und dem anderen nicht unterscheiden konnten.

Es ist schon eine seltsame, unwirkliche Grenze, die in vielen Bereichen einfach nicht vorhanden ist. In der letzten Saison wurde beispielsweise der Fußball-Club von Derry City Meister der (süd)irischen Liga; die gälischen Sportvereine tragen ihre Football-Spiele im Rahmen der All-Ireland Championships inselweit aus; und beim Einmarsch der Olympiamannschaft der Republik ins Stadion von Seoul trug Wayne McCullough, irischer Boxmeister im Fliegengewicht, die Trikolore. McCullough war stolz über diese Ehre; er ist Protestant und wohnt in Belfast. Nordirlands Bürger können, so verquer sind die Verhältnisse, entweder einen britischen oder einen irischen Paß beantragen.

Nach hundert Metern hat unser Führer den Grenzverlauf wieder im Griff. Wir passieren langsam ein Lebensmittelgeschäft, das in der irischen Republik liegt, die Ladentüre jedoch direkt auf der Grenze hat. Das Werbeschild für die Eiskrem steht meterweit im Reich Ihrer Majestät Thatcher, die Eiskrem selber wird auf Dubliner Hoheitsgebiet angeboten. «Wenn du da einkaufst, schmuggelst du automatisch», sagt McAllister, der bei jeder Grenzüberschreitung (ist es die achte oder die neunte?) den Kopf schüttelt und erklärt, wie friedlich die Menschen hier doch ohne diese Grenze leben könnten.

Wieder wechseln wir über eine Grenze, diesmal jedoch von County Monaghan nach County Lough, wir bleiben in der Republik. Der Motor brummt wegen McAllisters untertourigen Mißhandlungen und holpert mit Karosserie und Insassen der nächsten Sehenswürdigkeit entgegen – einem umgeknickten Masten der einzigen Hochspannungsleitung weit und breit. Die Stromleitung war Mitte der 70er Jahre errichtet worden, um im Bedarfsfalle überschüssige Energie von Norden nach Süden oder umgekehrt zu führen. Eine prima Sache, hätte die örtliche IRA gemeint, erzählt Sinn Féin-Politiker McAllister: «Der Mastenbau schafft Arbeitsplätze.» Die Stromkooperation sei in den Medien auch mächtig gefeiert worden als sichtbarer Ausdruck gutnachbarschaftlicher Zusammenarbeit. Eine halbe Stunde vor der feierlichen Einschaltung durch zahlreiche Honoratioren, die Schlange standen, um beim Umlegen der Hebel fotografiert zu werden, habe die IRA einen Masten umgeputzt, dann wieder einen und wieder einen. Das Energietauschprojekt kam jedenfalls nie zustande, nach jeder Reparatur fiel wieder ein Masten um. Der Strom durfte schon deswegen nie fließen, weil die nordirischen Elektrizitätswerker als hartgesottene Loyalisten gelten, die jedem Republikaner den Tod wünschen und oft auch dafür sorgen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Die Briten waren machtlos. Sie konnten die Stromleitung nicht schützen und wollten der IRA auch nicht den Gefallen tun, unter jeden Masten einen britischen Soldaten aufzustellen.

Fast ein Panoramafoto vom Banditenland

Noch eine Kurve, und Jim, der uns vergnüglich durch die Landschaft karrt, kann das Grinsen nicht verbergen. «Seht ihr den Hügel dort? Da hat vor kurzem ein britischer Offizier drei Untergebene auf die Wiese geschickt, um diese nach Minen abzusuchen, weil er dort fotografieren wollte. Nach einer halben Stunde kamen die drei zurück, reckten die Daumen in die Höhe und erklärten das Feld für sicher. Der Offizier wollte für ein britisches Militärmagazin Aufnahmen vom Banditenland machen und stieg zielstrebig hügelan. Als er dann ganz oben war, trat er prompt auf die Mine.»

McAllister kennt alle hier und alle kennen ihn. Er winkt aus dem Auto, die Leute winken zurück, manchmal tritt er auch auf die Bremse und führt Gespräche. «Ja, dem Vieh geht's gut, und der Sommer ist besser als der letzte.» Gerry, der dies sagt, hat vor kurzem umziehen müssen, weil sein kleines Haus zu nahe an einem der Observierungsposten lag, den die britische Armee gerade einrichtete. Er mußte in ein neues, modernes Gebäude umziehen, das aber nicht so in der Natur eingebettet ist wie sein altes, das ihm also nicht gefällt und überhaupt keine Heimat sein kann. Die Bauern hängen an ihrem Land und wissen die Errungenschaften der modernen Zivilisation (Zentralheizung, fließendes Wasser) nur dann zu schätzen, wenn sie ihnen nicht aufgezwungen werden.

«Die Leute hier sind die Augen und Ohren der IRA», sagt McAllister und zeigt auf einen Masten am Straßenrand, den eine Videokamera ziert. «Das Kabel vom Masten zum Observierungsposten ist nicht nur einmal durchgeschnitten worden.» Der Wachturm von Drummuckavall nebenan, zweihundert Meter von irischem Boden und hundert Meter vom umgebombten Strommasten entfernt, war schon öfter Ziel irisch-republikanischer Anschläge. Erst vor drei Monaten habe sich ein IRA-Trupp anrobben und die gerüstgestützte Wachhütte beschießen können. Ohne die Hilfe der ortsansässigen Bevölkerung wäre dieser Angriff nie gelungen.

Adler-Patrouillen

In Crossmaglen und anderswo erzählen die Leute, dass die Briten Röntgen- und Infrarot-Strahlen einsetzen, um Bewegungen zu orten und Wageninhalte zu durchsuchen. Was für die Menschen hier schlecht ist, könne doch für das Vieh nicht gut sein, sagen sie. In Nähe der Wachttürme beklagen sich die Leute über Schwindelanfälle und Seekrankheit, TB-Krankheiten würden beim Getier rapide ansteigen und auch die tieffliegenden Hubschrauber seien alles andere als gesundheitsfördernd fürs Vieh. Wo immer britische Soldaten über Wiesen schleichen oder Mauern klettern, melden daher die Bauern den Freiwilligen der IRA die Bewegungen. Woher sie wissen, wer in der IRA ist? «Alle hier wissen es», sagt McAllister. «Wenn sie bei der Feldarbeit einen Trupp Soldaten hinter den Hecken entdecken oder sonst etwas bemerken, weiss es eine Stunde später die IRA.»

Deswegen haben die Briten in South Armagh auch jede Landbewegung eingestellt. Wo die Armee eine Straßensperre errichtet, wird die Einheit per Transport-Helikopter zum Einsatzort geflogen und dort wieder abgeholt: «Adler-Patrouille» nennen es die Briten. In South Armagh hat es in den letzten Jahren keine Verhaftungen mehr gegeben, die Einheiten gehören zu den erfahrensten der IRA, sie schaffen es – im Unterschied beispielsweise zu den oft jungen Brigaden etwa in Derry und Tyrone – die «selektive Strategie» der IRA-Führung auch umzusetzen. Ihre Bomben treffen keine unbeteiligten Nationalisten, ihre Einsätze sind bemerkenswert effektiv, weil sie nach der Devise: «Weniger ist mehr» operieren und nur die «legitimen» Ziele angreifen – die britische Besatzungsmacht, die nordirische Polizei und alle, die aktiv und an führender Stelle die britische Herrschaft in Nordirland stärken. Die «sauberen Anschläge» und die Unterstützung der Bevölkerung bedingen einander, wie die Entwicklung in der Grafschaft Fermanagh zeigt, wo nach dem Bombenanschlag in Enniskillen im November 1987 (elf zivile Tote) die Unterstützung für Sinn Féin und IRA merklich abgenommen hat.

Wir befinden uns auf dem Weg nach Osten. Forkhill liegt zwölf Kilometer von Crossmaglen entfernt, ein 400 EinwohnerInnen-Dorf, in das eine 300 Mann starke Kaserne gebaut wurde. An einem Haus gegenüber dem Kasernentor steht in dicken Lettern YOU ARE NOW ENTERING FREE FORKHILL. Jim McAllister erzählt, wie er in den ersten fünf Monaten dieses Jahres acht Mal vor Gericht stand: Einmal, weil er an nicht genehmigten Demonstrationen teilnahm, ein andermal, weil er den Staat beleidigte, indem er den englisch fragenden Soldaten auf gälisch antwortete. «Das ist doch nicht mein Fehler, wenn die kein irisch können», sagt er. Einmal war er wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, Landfriedensbruch und Tätlichkeit angeklagt, weil er eine Frage nicht beantworten wollte. «Da kam ein Soldat auf mich zu und hat gefragt: ,Good Morning, Mister McAllister, what's your name?' Ich bin weitergelaufen, das war mir dann doch zu blöd, da lief er mir nach, wir beschimpften uns ein bisschen, ein Polizist kam dazu, wir rangelten und dann nahm ich dem Polizisten das Gewehr weg. Sie haben mich angezeigt. Vor Gericht wollte der Polizist aber nicht zugeben, dass ihm einfach jemand das Gewehr abnehmen kann, und so ließen sie den Landfriedensbruch-Vorwurf fallen. Doch der Soldat packte aus. Der war aber so blöd und erzählte alles, auch den Anfang der Geschichte. Als der Richter wissen wollte, ob er tatsächlich nach dem ihm bekannten Namen gefragt habe, gab er es unumwunden zu – ihm sei nichts anderes eingefallen, um eine Unterhaltung zu beginnen.»

McAllister wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt, weil er sich seiner Verhaftung widersetzt habe, und zu ein paar Tagen Gefängnis verurteilt. Freigesprochen werde er nie, erzählt er, sie müssten ihn einfach verurteilen, aber das Strafmaß falle immer milde aus. Im Prinzip würden sie ihn gern festnageln und für mindestens drei Monate in den Bau schicken, schätzt er, weil nach nordirischem Recht jeder Kommunal- oder Bezirksrat automatisch sein Mandat verliert, der drei Monate lang durch eigenes Verschulden den Ratssitzungen fernbleibt.Aber konnten sie bisher nicht genug anhängen.

Manchmal Verbannung

Das altersschwache Auto rollt langsam über eine Straßenkuppe. Größere Wagen sitzen hier auf, der asphaltierte Fuhrweg ist nicht für Autos und Panzerwagen gemacht, es geht steil bergan. Am Slievebrack Mountain liegt das Banditenland unter uns. Eine rollende Hügel- und Seenwelt, durchsetzt von kleinen Ortschaften und Gehöften. Auf der Kuppe nebenan hockt eine Sende- und Umleitstation der britischen Armee, entlang der unsichtbaren Grenze sind die Observierungstürme postiert. Die Polizei hat ihre alltäglichen Pflichten längst aufgegeben, ist zu einer Hilfstruppe der Militärs geworden. Notgedrungen musste die IRA in die Lücke springen; seit Anfang der 70er Jahre ist sie für die Einhaltung ziviler Gemeinschaftsregeln zuständig. Wie in den nationalistischen Großstadtbezirken petzt auch hier niemand bei der [pro-unionistischen, fast ausschließlich protestantischen] Royal Ulster Constabulary (RUC), wenn eingebrochen oder geraubt wurde; die Leute wenden sich an Sinn Féin oder die IRA.

Oft kämen Eltern zu ihm, wenn sie Sorgen mit den heranwachsenden Kindern haben, sagt McAllister, dessen Haus immer und für alle offensteht. Auch Verbrechen würden ihm gemeldet. Und dann müssten sie halt mit den Jungen, mit den Verdächtigten reden, manchmal auch ein Tribunal veranstalten, bei dem sich die Beschuldigten äußern können. Oft reichten Verwarnungen, aber im Wiederholungsfalle müsse schon durchgegriffen werden. Wie? «Die IRA hat keine Gefängnisse, also werden die Leute verbannt: zwanzig Meilen weg, hundert Meilen weg oder ganz aus Irland raus – für ein halbes Jahr, für ein ganzes oder für immer.» Das funktioniere bestens. Vor einem Jahr habe ein lebenslänglich Verbannter nach vielen Briefen, in denen er Besserung gelobte, zurückkehren dürfen. Er füge sich jetzt prima in die Gemeinschaft ein. «Hier hält die Gemeinschaft zusammen und die Volonteers riskieren täglich ihr Leben im Kampf gegen die britische Besatzungsarmee», sagt Jim McAllister auf dem Weg nach Cullyhanna im Norden von Crossmaglen. «Da können wir es nicht dulden, dass irgendwelche Leute sich auf Kosten der anderen bereichern.» Der arbeitslose Kommunalpolitiker, der sich und seine Familie mit Sozialhilfe und Spenden (auch das Auto sei ihm geschenkt worden) durchbringt, ist in diesem Punkt ganz entschieden, zumal die Polizei Verdächtige oft laufen lasse, wenn sich diese kooperationswillig zeigten und versprächen, die Republikaner auszuspähen.

Unvergessen

In Cullyhanna steigen wir wieder aus und betreten einen winzigen Park, an dessen oberen Ende drei mannhohe Bronzetafeln übers Eck gestellt sind. Obenauf ein kleines Kreuz, auf den Tafeln die Wappen der vier irischen Provinzen und der Gedenktext: «In stolzer und liebender Erinnerung an einen der nobelsten Söhne Irlands, Captain Michael McVerry, Kommandant des Ersten Bataillons der South Armagh-Brigade, im Kampf gefallen, getötet von den britischen Besatzungstruppen bei der RUC-Kaserne in Keady am 15. November 1973.» John fotografiert und Jim berichtet über den tapferen McVerry, den die Briten für alle Schandtaten der Welt verantwortlich gemacht hätten und der noch verwundet weitergekämpft habe: «A good lad».

Zwei andere gute Jungs sind inzwischen ebenfalls auf dem Denkmal verewigt – Brendan Burns und Brendan Moley, die am 29. Februar 1988 in die Luft flogen, als sie eine Bombe aus dem Versteck trugen und diese dabei explodierte. Wir waren vorher an der Stelle vorbeigekommen: Betonboden, Eisenpfeiler und Mauerreste sind noch sichtbar, der Rest der Scheune fehlt. «Und das passierte ausgerechnet an einem Tag, der nur alle vier Jahre im Kalender vorkommt.» Von der South Armagh-Brigade der IRA sind seit 1970, als die Guerilla wieder aktiv wurde, nur acht Freiwillige umgekommen. Einer davon war Raymond McCreesh, der 1981 im langen Hungerstreik der republikanischen Gefangenen starb. Auch er, der erwischt wurde, weil er einem Genossen helfen wollte, wird hier in hohen Ehren gehalten.

Die Helden sind unvergessen – sie verkörpern wie die Märtyrer des Osteraufstands 1916 die lange Geschichte des irischen Befreiungskampfes. Man kannte sie hier auf den Dörfern, weiß noch, wie sie aufwuchsen und sich engagierten. Hatten ihnen nicht die Alten von früheren Zeiten vorgeschwärmt, in denen es noch wagemutige Männer gab? Hatten nicht ihre Mütter und Väter, vor allem die Mütter, stets über die Ungerechtigkeiten der britischen Herren berichtet? Und hatte nicht die britische Armee die alten Geschichten aufs Neue verifiziert?

Acht Tote in zwanzig Jahren sind wenig, der Feind hatte in South Armagh viel mehr Opfer zu beklagen. Mitte März 1989 gerieten beispielsweise zwei ranghohe Polizeioffiziere auf einer der kleinen Straßen im Banditenland in einen IRA-Hinterhalt. Chief Superintendent Harry Breen und Superintendent Bob Buchanan waren von einem anglo-irischen Treffen aus Dundalk zurückgekehrt, auf dem über schärfere Sicherheitsvorkehrungen an der irisch-irischen Grenze diskutiert worden war. Kurz hinter dieser Grenze, wieder auf nordirischem Boden, wurden die beiden Polizeioffiziere von der IRA erschossen; Breen, der 1200 RUC-Polizisten befehligte, war das bis dahin prominenteste RUC-Opfer der IRA. Die Suche nach den Tätern blieb erfolglos. Keiner hatte was gehört oder gesehen und, natürlich, wer hätte sowas auch ahnen können?

Als ich am späten Nachmittag Crossmaglen verlasse – auf dessen Marktplatz allein bis 1985 siebzehn britische Soldaten ihr Leben ließen – und nach den zwölf Grenzübertritten in zweieinhalb Stunden nochmals Richtung Irland fahre, komme ich am Mahnmal für die Hungerstreikenden vorbei. An der Kreuzung der Straßen Armagh–Dundalk/Newry–Crossmaglen stehen zehn schwarze Kreuze und der Spruch: «Mein Bruder ist kein Krimineller». Die Holzkreuze würden öfter von den Briten gestohlen und von den Einheimische wieder ersetzt, hat mir Jim McAllister beim Abschied erzählt. Aber an die irische Trikolore am Telegraphenmasten daneben kommt so schnell keiner: Dunkeltürkis das Grün, grau das Weiß und blassgelb das Orange flattert die Fahne hoch oben.

Ein paar Meilen weiter, auf dem Weg nach Dundalk, versteckt sich ein Schild hinter Bäumen: «Nicht genehmigter Grenzübergang» steht drauf. Die Tankstelle dahinter macht trotzdem gute Geschäfte, der Verkehr fließt. Mitten in der Landschaft, zwischen Wiesen und Hecken, ändern sich dann Straßenbemalung und Richtungsschilder, die einzigen Kennzeichen dafür, dass man in einem anderen Land ist. Anders die Situation an der Hauptstraße zwischen Dublin und Belfast. Da liegen Soldaten mit tarnbemalten Gesichtern und schussbereiten Gewehren im Straßengraben, einer versperrt den Weg und fragt ausgiebig nach dem Hin und Her und dem Warum. Schließlich grüßt er freundlich und wünscht ein herzliches «Willkommen in Nordirland».


PS: Im Frühjahr 1989 veröffentlichte Ex-Brigadier Peter Morton seine Erinnerungen als Kommandant des britischen South Armagh Bataillons, das in den 70er Jahren über ein Dutzend Soldaten verlor, die Zahl der Kriegstoten aber nie offiziell bestätigte. Damals habe sich die britische Armee überlegt, die Forts von Crossmaglen und Forkhill aufzugeben, denn: «Unsere Taktik der Zermürbung der IRA scheiterte kläglich, während diese hingegen sehr erfolgreich war.» Morton beschreibt, wie IRA-Drohungen gegen die Eisenbahn-Linie Belfast-Dublin einen Teil seiner Kräfte band (mehrere «Platoons mit jeweils zwanzig Mann») und seine zur Bewachung der Stecke eingesetzten Soldaten wandelnden Zielscheiben glichen. Anfang 1989 führte die IRA diese Taktik wieder ein. «Unsere Patrouillengänge haben die IRA zu Vergeltungsschlägen geradezu eingeladen.» Morton weiter: «Unsere Anstrengungen, die Strecke zu sichern, gingen hinsichtlich Kosten, Menschenleben und Risiko weit über den ökonomischen Nutzen der Bahnlinie hinaus. Politisch aber war sie wohl signifikant.» Morton beschreibt in seinen Memoiren auch, wie er als Counter-Insurgency-Stratege damals in Crossmaglen eine Disco einrichten ließ – in der Hoffnung, IRA-Freiwillige würden tanzbeinschwingend und angetrunken Geheimnisse ausplaudern. Während Mortons Zeit schaffte es seine Fallschirmtruppe immerhin, drei Menschen zu töten: Zwei Zivilisten und einen Polizisten. Und drei Menschen schwer zu verwunden: Soldaten aus dem eigenen Korps. (pw)